Mehr als eine Karte
Der Energie-Atlas Bayern
Zum Abschluss der Ingolstädter Energiegespräche im Kinosaal der Volkshochschule wurde der Energie-Atlas-Bayern vorgestellt. Der städtische Umweltreferent Wolfgang Scheuer begrüßte als Referenten Diplom-Forstwirt Michael Schneider vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU), der zum Thema „Der Energie-Atlas Bayern – mehr als eine Karte“ einen Vortrag hielt.
Beim Energie-Atlas Bayern handelt es sich um ein Internet-Portal der Bayerischen Staatsregierung, das unter Federführung des Bayerischen Umweltministeriums entwickelt wurde. Es stellt in Form von eng miteinander verzahnten, interaktiven Karten und Texten eine Fülle von Informationen zu erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und Energiesparen kostenlos bereit. Zielgruppen sind die Bürgerinnen und Bürger, die Wirtschaft sowie Kommunen und Behörden.
Schneider betonte, als eines der zentralen Werkzeuge für die Umsetzung der Energiewende spiele der Energie-Atlas Bayern eine Schlüsselrolle für die bayerische Energieversorgung der Zukunft und werde die zukunftsfähige Bewirtschaftung der Energie- und Effizienzpotentiale in Bayern nachhaltig voranbringen. „Wir sehen ihn als Routenplaner für die Energiewende.“ Der Atlas beinhalte eine enge Verknüpfung von einem Text- und einem Kartenteil, was bei diesem komplexen Thema Energie besonders wichtig sei. So könnten im Kartenteil eine Vielzahl an Informationen abgerufen werden, wie etwa bei einer geplanten Nutzung von oberflächennaher Geothermie oder aktuelle Standorte der Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien. Der Textteil enthalte informative Texte rund um das Thema „Energie“ und ergänze damit den Kartenteil inhaltlich, sagte Schneider.
Der Energie-Atlas enthält zudem viele wichtige Daten zur Planung, zu den Standorten von Erdwärmesonden-, Photovoltaik- oder Wind- und Wasserkraftanlagen, Praxisbeispiele und nennt Ansprechpartner aus den verschiedensten Bereichen. Schneider wies darauf hin, dass der Atlas bis 2013 weiter ausgebaut werde und dann auch mehr Informationen zu Grundwasserwärmepumpen und geeigneten Standorten für Windkraftanlagen zur Verfügung stünden. „Um nachhaltig mit Energie umzugehen und Energiekosten zu sparen, geht man in drei Schritten vor, oder in drei Sprüngen: Energieverbrauch vermeiden, energieeffizente Geräte nutzen und schließlich erneuerbare Energien ausbauen“, betonte Schneider.
Umweltreferent Wolfgang Scheuer ging abschließend kurz auf das Netzwerk Umweltbildung Ingolstadt (NUBI) ein, das im Internet unter www.ingolstadt.de/umweltbildung abrufbar ist. Künftig soll diese Seite mit dem Energieatlas verlinkt werden. Mit dieser sechsten Veranstaltung endeten nun die Ingolstädter Energiegespräche des städtischen Umweltreferats und Umweltamts.


