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LEDs – energiesparend, quecksilberfrei und langlebig

 

verschiedene Lampenarten
© Bayerisches Landesamt für Umwelt 

LEDs sind die Lichtquelle einer nachhaltigen Zukunft! Im Gegensatz zu Energiesparlampen / Kompaktleuchtstofflampen sind LEDs sehr sparsam, enthalten kein Quecksilber und haben eine sehr lange Lebensdauer. LEDs oder „Lichtemittierende Dioden“ bestehen aus einem Kristall mit zwei entgegengesetzt geladenen Schichten. Fließt Strom, wird der Unterschied ausgeglichen und Licht abgegeben. LEDs sind außerdem unbegrenzt schaltfest und benötigen keine Aufwärmzeit. Da LEDs nur 15% der Energie einer herkömmlichen Glühbirne benötigen erhalten sie das Energielabel A – A++. LEDs enthalten Seltene Erden und sollten deshalb über entsprechende Sammelstellen entsorgt werden.

Beim Kauf von Energiesparlampen gibt es einige Kennzahlen, die dem Kunden den Kauf erleichtern können. Vor allem im Wohnbereich hängt das Wohlbefinden stark von der Lichtfarbe ab. Für ein warmes Licht sollte der Farbton eines Leuchtmittels unter 3.000 Kelvin (Lichtfarbe Warmweiß: 2500 – 3000 Kelvin) liegen. Lichtfarben über 3.000 Kelvin sind gut für Büros und Fabrikhallen geeignet.

Umwelt - Energie - Lumengrafik
© Bayerisches Landesamt für Umwelt 

Aber auch die Natürlichkeit des Lichtes, die durch ein besonders gleichmäßiges Farbspektrum erreicht wird, spielt eine wichtige Rolle. Aussage über die Natürlichkeit gibt der Ra-Wert. Je höher der Ra-Wert, desto optimaler stimmen die Farben der beleuchteten Gegenstände überein. Eine Glühbirne erreicht einen Ra-Wert von 100, jedoch sind bereits Werte ab 80 Ra ausreichend für Wohnbereiche.
Die Lichtfarbe und die Farbwiedergabe werden durch die Farbkennzahl verschlüsselt angegeben. Die erste Ziffer der Farbkennzahl -mit zehn multipliziert- steht für den Ra Wert, die hinteren beiden -mit 100 multipliziert- für die Lichtfarbe. Die Farbkennzahl 927 ergibt beispielsweise decodiert einen Ra- Wert von 90 (9*10) und eine Lichtfarbe von 2700 (27*100) Kelvin.

Die Helligkeit eines Leuchtmittels oder dessen Lichtstrom wird in Lumen angegeben. Eine herkömmliche 40 Watt Glühbirne hat ca. 400 Lumen und kann durch eine 6 Watt LED-Lampe ersetzt werden. Analog entsprechen 60 Watt-Glühlampen (700 Lumen) 10 Watt LEDs und eine 100 Watt-Glühlampe (1200 Lumen) einer ca. 18 Watt LED. Folglich erzeugen LEDs bei gleichbleibender Leistung (Watt) mehr Helligkeit (Lumen), wodurch LED-Lampen durch hohe Lichtausbeuten äußerst effizient sind.

Lichtstärke in Abhängigkeit des Abstrahlwinkels
© Bayerisches Landesamt für Umwelt 


Weiterhin zu beachten ist der Abstrahlwinkel. Spots fokussieren das Licht auf eine kleine Fläche und können bereits mit geringem Lichtstrom (Lumen) für kleine Flächen eine große Lichtstärke (Candela) erzeugen. Vergleicht man zwei Lampen mit gleichem Lichtstrom, aber unterschiedlichem Abstrahlwinkel, ist der erleuchtete Bereich der Lampe mit dem kleineren Winkel, zwar kleiner, jedoch viel heller. Deswegen ist beim Kauf nicht nur die Helligkeit, sondern auch der Abstrahlwinkel von Bedeutung.

 

Ein direkter Leuchtmittelaustausch zu LED lohnt sich bei Glühbirnen und Halogenlampen. Bei Energiesparlampen/Kompaktleuchtstoffröhren ist ein Austausch im Einzelfall zu prüfen, ein Ersatz grundsätzlich zu empfehlen. Da LEDs bereits bei niedrigen Temperaturen effizienter sind, sind sie z.B. im Außenbereich generell besser geeignet. Zudem emittieren LEDs kein UV-Licht und ziehen deshalb keine Insekten an!

 

Infos zum Mitnehmen, auch im praktischen Scheckkartenformat, liegen im Infoständer des Umweltamtes aus oder können beim Landesamt für Umwelt bestellt werden.
Die Broschüre zum Thema LEDs vom Landesamt für Umwelt kann >> hier direkt eingesehen werden.