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Energiewende - PlattformenEnergieplattformen - Interaktion - Personen - Grafik - Illustration - pixabay

Mit Hilfe von sogenannten „Energiewende- Plattformen“ steht das Bundeswirtschaftsministerium in einem ständigen Austausch mit Vertretern aus Ländern, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Gemeinsam lassen sich Lösungen und Strategien für zentrale Tätigkeitsfelder der Energiewende besprechen und durcharbeiten.

So unterscheidet man verschiedene Plattformen:

 

1. Plattform Energienetze:

Der Fokus liegt hier auf dem Netzausbau und der Modernisierung der Stromnetze. Verbesserungen bzw. Handlungsempfehlungen werden regelmäßig unter den Vertretern von Bund, Land, Netzbetreibern, Wirtschafts-, Verbraucher-, und Umweltverbänden ausgetauscht und erarbeitet.

Bei der letzten Plenumssitzung am 12.03.2015 setzte man sich im Rahmen eines Sonderworkshops mit den Eckpunkten „Baustein für die Energiewende: 7 Eckpunkte für das Verordnungspaket Intelligenter Netze“ auseinander. Die Ergebnisse dieses Workshops lassen sich unter der PDF – Datei auf der Internetseite des BMWi nachlesen.

 

2. Plattform Strommarkt:

Hier handelt es sich um eine Zusammenführung vom ehemaligen Kraftwerksforum und der ehemaligen Plattform „Erneuerbare Energien“. Ziel ist es mit Vertretern aus Bund, Land, sowie aus Wirtschafts-, Umwelt- und Energiewirtschaftsverbänden ein Strommarktdesign zu entwickeln. Dieses soll sowohl Versorgungssicherheit gewährleisten, als auch den Umbau des Stromsystems unterstützen.

Die Plattform lässt sich in vier themenspezifische Arbeitsgemeinschaften gliedern:

Plenum

- AG 1 „Versorgungssicherheit und Marktdesign“

- AG 2 „Flexibilität“

- AG 3 „Weiterentwicklung EE- Förderung“

- AG 4 „Europäische Strommarktintegration“

- Gutachten

Das Plenum setzt sich zusammen aus Vertretern von Behörden, Verbänden, NGO´s, sowie wissenschaftlichen Einrichtungen. Vorwiegend finden hier Präsentationen und Diskussionen bezüglich der wesentlichen Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen statt.

 

3. Plattform Energieeffizienz:

Hier treffen sich regelmäßig Vertreter von Bund, Land, Wirtschaft- und Verbraucherverbände. Schwerpunkt liegt auf der Frage nach der Steigerung der Energieeffizienz. Da dies eine Querschnittsaufgabe ist, kann sie nur gesamtgesellschaftlich gelöst werden. Obwohl eine Erhöhung der Energieeffizienz einen Vorteil für den Energieverbraucher mit sich bringen würde (Senkung der Energiekosten) wird heute immer weniger in Effizienz investiert.

Eine Steigerung der Energieeffizienz kann jedoch nicht allein durch staatliche Maßnahmen erreicht werden. Deswegen versucht man mit Hilfe der Plattform Lösungen zu entwickeln, die zur einer Steigerung dieser führen sollen.

Des Weiteren begleitet sie die Entwicklung des NAPE (Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz) und hilft bei deren Umsetzung. Der Aktionsplan vereint die Ziele und Instrumente im Bereich Energieeffizienz und ermöglicht somit eine Identifikation von Maßnahmen, die zur einer Steigerung der Effizienz führen sollen.

Die Plattform ist in fünf themenspezifische Arbeitsgemeinschaften unterteilt:

Plenum

- AG „Beratung und Information“

- AG „Innovative Finanzierungskonzept“

- AG „Rechtsrahmen/EDL“

- AG „Wettbewerbliches Ausschreibungsmodell“

- AG „Systemfragen"

 

4. Energiewende Plattform Gebäude:

In dieser Plattform findet die Einbindung von Akteuren aus der Immobilienwirtschaft, Gewerbe und Industrie, sowie die Verbraucherseite und der öffentlichen Hand, statt. Man möchte die unzähligen Potenziale des Gebäudesektors bei der Energiewende nutzen und entsprechende Maßnahmen daraus ableiten. Ziel ist es demnach eine umfassende Effizienz- Strategie- Gebäude zu erstellen.

Eckpunkte dieser Strategie sind Bestandteile des "Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE)". Im Vordergrund steht nicht alleine die energetische Optimierung der Gebäude-  vielmehr geht es um eine optimale Nutzung der Gebäude oder des urbanen Raums (Energieeffizienzstrategie Gebäude).

Der Energieverbrauch in Deutschland vom Gebäudesektor beträgt fast 40 %. Bis 2050 soll der Gebäudebestand allerdings klimaneutral sein. Dafür muss der Bedarf an Primärenergie um ca. 80 % (gegenüber 2008) gesenkt werden. Bereits bis 2020 sollen 14 % des Endenergieverbrauchs (für Wärme und Kälte) aus erneuerbaren Energien stammen. Hierfür benötigt man eine Verdoppelung der Sanierungsrate.

Die Plattform ist in fünf themenspezifischen Arbeitsgemeinschaften unterteilt:

Plenum

- AG „Beratung und Information“

- AG „Innovative Finanzierungskonzepte“

- AG „Rechtsrahmen/ EDL“

- AG „Energieeffizienzstrategie Gebäude“

- AG „Förderung“

 

5. Plattform Forschung und Innovation:

Diese Plattform dient zur Weiterführung der „AG Neue Technologien“ und des Dialogforums „Neue Energietechnologien“. Im Fokus steht hier die Energieforschung. Eine strategische Abstimmung der nationalen Akteure in Bezug auf Forschung- und Förderprogrammen unter Berücksichtigung der europäischen Maßnahmen soll herbeigeführt werden.

 

Um die Dialoge unter Wirtschaft, Wissenschaft, Gewerkschaft und gesellschaftlichen Gruppen aufrecht zu erhalten, überlegt die Bundesregierung die Umsetzung eines "Forum Energiewende". Mit Hilfe eines sogenannten Kompetenzzentrum- Naturschutz und Energiewende möchte die Bundesregierung die Energiewende naturverträglicher machen.