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Netzausbau

Hintergrund:

Im Zuge der Energiewende sollen/müssen die Stromnetze verstärkt und ausgebaut werden. Um Stromüberschüsse von den Stromüberschussgebieten in Norddeutschland (Windstrom) in die prognostizierten Strommangelgebiete in Süddeutschland (Wegfall Kernenergie) zu leiten sollen nach derzeitigem Entwurf des Netzentwicklungsplans vier Hochspannungsgleichstromübertragunsleitungen (HGÜL) gebaut werden. Die räumlichen Verläufe werden als Korridore im Netzentwicklungsplan festgestellt.

Die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission, Amprion, TenneT TSO und TransnetBW haben am 30. Oktober 2015 die Entwürfe des Netz­entwicklungs­plans Strom (NEP) 2025 und des Offshore-Netzentwicklungsplans (O-NEP) 2025 veröffentlicht. Wie die bisherigen Netzentwicklungspläne listen die Entwürfe Maßnahmen auf, die aus Sicht der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) zur bedarfsgerechten Optimierung, zur Verstärkung und zum Ausbau des Stromnetzes in den kommenden zehn Jahren notwendig sind. Die Pläne berücksichtigen auch die politischen Vereinbarungen der Regierungs­koalition vom 1. Juli 2015.

Netzentwicklungspläne 2025 und Umweltbericht

Korridor D – HGÜL Süd-Ost

Das nördliche Stadtgebiet Ingolstadt könnte vom Trassenverlauf des Korridor D - HGÜL Süd-Ost betroffen sein. Die Notwendigkeit des Korridor D wurde im Netzentwicklungsplan zunächst mit den Endpunkten Lauchstädt/Meitingen dargestellt und mit der Verabschiedung des Bundesbedarfsplans (Projekt Nr. 5) gesetzlich verankert. Entsprechend ermitteln die Übertragungsnetzbetreiber für den Korridor D für 2024 einen Übertragungsbedarf von zwei Gigawatt.

Im aktuellen Szenario enthält Korridor D die Maßnahme D18 Wolmirstedt - Gundremmingen. Grund ist eine erwartete Zunahme des Windkraftausbaus im Nordosten Deutschlands. Der südliche Netzverknüpfungspunkt verschiebt sich aus netztechnischen Gründen von Meitingen nach Gundremmingen. Alternativ hat das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie einen HGÜL Trasse  Wolmirstedt - Isar/Landshut in das Konsultationsverfahren eingebracht.

Die Bundesnetzagentur hat die von den Übertragungsbnetzbetreibern beantragte Maßnahme D18 Wolmirstedt - Gundremmingen bestätigt. Die angestrebte Inbetriebnahme wird mit 2022 angegeben.

Im poltitischen Entscheidungsprozess wurde jedoch der Endpunkt Isar/Landshut bestätigt. Die Trasse soll dabei weitestgehend als Erdkabel geführt werden.

 

Hintergrund/Sachstand Planungsprozess

1. Netzentwicklungsplan:

Dieser enthält alle wirksamen Maßnahmen zur bedarfsgerechten Optimierung, zur Verstärkung und zum Ausbau des Netzes, die in zehn Jahren für einen sicheren und zuverlässigen Netzbetrieb erforderlich sind.

Sachstand:  Netzentwicklungsplan 2025 liegt im Entwurf vor. Möglichkeit der Stellungnahme im Rahmen des Konsultationsverfahrens bis zum 13. Dezember 2015. Bis 18.01.2016 läuft zudem das Beteiligungsverfahren zum Untersuchungsrahmen für die SUP der Bedarfsermittlung 2025 

2. Bundesbedarfsplan:

Dieser enthält eine Liste künftiger Höchstspannungsleitungen. Für die darin enthaltenen Vorhaben sind die energiewirtschaftliche Notwendigkeit und der vordringliche Bedarf verbindlich festgestellt. Er enthält Anfangs- und Endpunkte der notwendigen Leitungen, aber keine konkreten Trassenverläufe. Verabschiedet wird das Bundesbedarfsplangesetz durch den Bundestag und den Bundesrat.

Sachstand: Bundesbedarfsplan muss verhandelt und beschlossen werden.

3. Bundesfachplan

Der zuständige Netzbetreiber schlägt einen Korridorverlauf und mögliche Alternativen vor. Aufgabe der Bundesnetzagentur in der Bundesfachplanung ist das Ausrichten einer öffentlichen Antragskonferenz. Hierzu lädt sie Vereinigungen und die Träger öffentlicher Belange ein. Jeder interessierte Bürger kann teilnehmen. Den Abschluss der Bundesfachplanung bildet die Entscheidung der Bundesnetzagentur für einen konkreten bis zu 1000m breiten Trassenkorridor.

Sachstand: nicht aktuell

4. Planfeststellungsverfahren

Die/der Netzbetreiber legt die Pläne und Beschreibungen eines konkreten Leitungsvorhabens und Erläuterungen zu den Umweltauswirkungen vor. Die entsprechende Behörde prüft die Auswirkungen des geplanten Bauvorhabens im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung. Unter anderem sind jetzt genaue Maststandorte und Wege, auf denen später Baufahrzeuge fahren können, bekannt. Jedermann kann den Antrag mit allen Plänen und Unterlagen zu den Umweltauswirkungen einsehen und sich dazu äußern.

Sachstand: nicht aktuell

 

Textfassung

Erster Entwurf Netzenwicklungsplan 2025

Kartographische Darstellung 

Leitungsvorhaben (Bundesnetzagentur) 

Leitungsvorhaben Entwurf Netzentwicklungsplan 2025 (ÜNB)

 

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Szenariorahmen - Blick in die Zukunft

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Netzausbau - was hat das mit mir zu tun?

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Bundesfachplanung - der Korridor für die Leitung

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Netzentwicklungsplan - welches Stromnetz braucht Deutschland