Hilfsnavigation

Volltextsuche

Icon deutsch Icon english

Gesundheit - Ingolstädter Badegewässer

See

Für ein unbeschwertes Badevergnügen in freier Natur stehen im Stadtgebiet Ingolstadt hauptsächlich zwei Seen zur Verfügung, die als EU-Badegewässer ausgewiesen sind:

Neben der guten Wasserqualität müssen diese Gewässer verschiedene weitere Anforderungen erfüllen, z.B. freie Zufahrtsmöglichkeiten, ausreichende Infrastruktur mit sanitären Einrichtungen, Parkplätze, Kioske, die Überwachung der Strände durch Rettungsschwimmer und Erste-Hilfe-Stationen.

Naturnahe Gewässer sind keine Schwimmbäder. Das Wasser wird weder desinfiziert oder aufwändig aufbereitet noch täglich analysiert. Der Zugang zum Wasser ist Natur belassen oder nur mit geringen baulichen Maßnahmen gestaltet. An vielen Badestellen sind keine Bademeister oder anderes Hilfspersonal vor Ort.

Badegewässer - Allgemeine Informationen
EU-Badegewässerrichtlinie, Bayerische Badegewässerverordnung

Gewässer, die als Badegewässer ausgewiesen sind, müssen bestimmten Anforderungen hinsichtlich ihrer mikrobiologischen Wasserqualität genügen. Diese Anforderungen sind in der Richtlinie 2006/7/ EG des Europäischen Parlaments und des Rates der Europäischen Gemeinschaften (EG-Badegewässerrichtlinie vom 15. Februar 2006) festgeschrieben. Im Vollzug dieser Richtlinie hat Bayern die Verordnung über die Qualität und die Bewirtschaftung der Badegewässer (BayBadeGewV) vom 15. Februar 2008 erlassen. Hier sind die für Bayerns Badegewässer verbindlichen Gütekriterien festgelegt. Die Einhaltung der Grenzwerte wird durch regelmäßige Untersuchungen überwacht. Die erhobenen Daten werden jährlich vom Bundesumweltministerium gesammelt und in einem umfassenden Bericht der EU-Kommission übermittelt.

Untersuchungsumfang an ausgewiesenen Badegewässern

Wann und wie wird untersucht?

Während der Badesaison vom 15. Mai bis 15. September beprobt das Gesundheitsamt im monatlichen Rhythmus die Badegewässer.
Dabei werden an der jeweiligen Überwachungsstelle sowohl die Wasserproben für die Laboruntersuchungen entnommen als auch Vor-Ort Messungen wie z.B. die Sichttiefe und die Bestimmung des pH- Wertes sowie eine Beurteilung eventueller Verschmutzungen vorgenommen.
Die Proben werden anschließend beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mikrobiologisch untersucht.
Die Untersuchungsergebnisse werden u.a. im Internet veröffentlicht.

Was wird untersucht?

Folgende Parameter werden im monatlichen Rhythmus an den Badegewässern untersucht:

  • Escherichia Coli
  • Intestinale Enterokokken
  • Cyanobakterien (Blaualgen) - Untersuchung im Bedarfsfall
  • Temperatur (°C)
  • pH-Wert
  • Transparenz (Sichttiefe) - Orientierungswert: >1 m

Daneben wird am Badeplatz auch beurteilt, ob sich Hinweise auf eine Verschmutzung ergeben, z.B. ob das Wasser eine anormale Trübung oder Färbung aufweist, ob Waschmittelreste (Schaumbildung), Mineralöle (Ölfilm) oder gefährliche Gegenstände (z.B. Glasscherben) vorhanden sind.

Escherichia coli sind ebenso wie Intestinale Enterokokken Bakterien, die im Darm und Stuhl von Warmblütern (z.B. Menschen, Wasservögeln und Weidevieh) vorkommen. Sie dienen bei der Überwachung der Badegewässer als Indikatoren für eine entsprechende fäkale Verunreinigung. Mit einer solchen Verunreinigung können auch gefährliche Krankheitserreger in das Gewässer gelangen und eine Infektionsquelle darstellen.
Die neue EU-Badegewässerrichtlinie 2006/7/EG sieht vor, dass die Badegewässer im Bedarfsfall auf Blaualgen (Cyanobakterien) zu untersuchen sind. Bei Massenvorkommen können sie sowohl Allergie auslösende als auch akut toxische Stoffe in wirksamen Konzentrationen bilden. Sobald Algenwachstum einsetzt, werden entsprechende Proben gezogen. Bei Feststellung oder Vermutung einer Gefährdung der Gesundheit ergreift das Gesundheitsamt unter Mitwirkung der wasserwirtschaftlichen Fachbehörden unverzüglich angemessene Maßnahmen einschließlich der Information der Öffentlichkeit.

Weitere Faktoren, die das Baden verleiden und sogar zur Sperrung eines Gewässers führen können, müssen von Fall zu Fall beurteilt werden.

Jeder kann an der Erhaltung der Gewässerqualität mitwirken:

  • Benutzen Sie unbedingt die bereitgestellten Toiletten! Ausscheidungen aller Art beeinträchtigen die Wasserqualität besonders der stehenden Gewässer (Seen) erheblich.
  • Entsorgen Sie Ihren Müll über die aufgestellten Abfallbehälter.
  • Schonen Sie den Schilfgürtel und die Vegetation am Ufersaum! Diese Regionen dienen nicht nur dem Erhalt der Fauna und Flora des Gewässers, sondern haben auch eine bedeutende Reinigungswirkung und sind für den Erhalt der Wasserqualität erforderlich.

Füttern Sie keine Wasservögel! Die Verunreinigung des Gewässers mit Kot durch einen unnatürlich hohen Vogelbestand beeinträchtigt die Wasserqualität.

 Tipps zur Vermeidung gesundheitlicher Risiken:

  • Nehmen Sie Rücksicht auf andere Badegäste, insbesondere auf kleine Kinder.
  • An den ausgewiesenen Badestellen ist das Baden für Hunde nicht zulässig.
  • Verwenden Sie ausschließlich sichere Schwimmhilfen (z.B. Schwimmflügel mit anerkanntem Prüfsiegel)! Es ist gefährlich, Badetiere, Schwimmringe, Luftmatratzen und anderes Wasserspielzeug statt einer Schwimmhilfe zu verwenden.
  • Rufen Sie niemals aus Spaß um Hilfe.
  • Baden Sie nur, wenn Sie sich körperlich wohl fühlen! Verlassen Sie das Wasser auf schnellstem Wege, wenn Übelkeit auftritt.
  • Springen Sie nicht überhitzt in das Wasser, sondern kühlen Sie den Körper erst ab!
  • Baden Sie nicht nach Alkoholkonsum! Baden Sie nicht mit vollem Magen, aber auch nicht mit völlig leerem Magen!
  • Verlassen Sie das Wassers bei Kältegefühl! Es besteht die Gefahr von Krämpfen.
  • Springen Sie nicht in unbekannte Gewässer!
  • Baden Sie nicht bei Gewitter!
  • Beachten Sie Hinweistafeln, insbesondere Badeverbote!
  • Vermeiden Sie direkten Kontakt mit Vogelkot! Baden Sie nicht in stark mit Vogelkot verschmutzten Gewässern und waschen Sie sich gründlich nach versehentlichem Kontakt mit Vogelkot.
  • In naturnahen Gewässern ist der Kontakt mit Wasserpflanzen und Fischen möglich. Dies ist in unseren Breitengraden ungefährlich, solange man nicht durch den Schreck der Berührung in Panik gerät.
  • Meiden Sie Gewässer, die schon rein optisch nicht zum Baden einladen.
  • Beachten Sie die Baderegeln der Wasserrettungsdienste.

Mehr zu diesem Thema:

Download:

 

 

Zurück zur Übersicht