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Dynamisierung der Donauauen

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Projekt 'Stadt an der Donau'

 

 

 

Dynamisierung der Donauauen

Warum wurden die Donauauen dynamisiert?

Bild Dynamisierung DonauauenDer Donau-Auwald zwischen Neuburg und Ingolstadt ist mit 2100 ha einer der größten noch vorhandenen Auwälder in ganz Deutschland. Durch die Begradigung der Donau und den Bau der Staustufen Bergheim und Ingolstadt ging die natürliche Dynamik im Auwald verloren. Überflutungen fanden nur noch bei größeren Hochwasserereignissen statt und die ursprünglich vorhandenen meterhohen Grundwasserschwankungen bewegten sich nur mehr im Dezimeterbereich. Außerdem war die biologische Durchgängigkeit der Donau für Wasserlebewesen durch die Staustufen nicht mehr gegeben.
Um wenigstens in Teilbereichen wieder „natürliche“ Auenbereiche zu schaffen, die Verzahnung des Flusses mit der Aue zu verbessern (Quervernetzung) und die biologische Durchgängigkeit der Donau wieder herzustellen, wurde dieses Projekt „Dynamisierung der Donauauen“ ins Leben gerufen.


Es besteht aus drei Teilen:

  1. Umgehungsgewässer
  2. Ökologische Flutungen
  3. Niedrigwassermanagement

 
1. Umgehungsgewässer
In den rechten Stauhaltungsdamm der Staustufe Bergheim wurde ein Ausleitungsbauwerk mit Fischaufstieg für eine Wassermenge von max. 5 m3/s integriert. Es leitet Donauwasser in ein zum Teil neu zu errichtendes Gewässer. Dieses fließt durch den angrenzenden Auwald, überquert mittels einer Trogbrücke den Längenmühlbach und schließt an den Zeller Kanal an, der in die Donau mündet. Zusätzlich wurden neue Anbindungen an die Donau und den Längenmühlbach realisiert. Dadurch wird die biologische Durchgängigkeit an der Staustufe Bergheim wieder hergestellt, die Donau besser mit dem Auwald vernetzt und ein neuer, acht Kilometer langer Fließgewässerlebensraum, als Ausgleich für den verlorenen Fließcharakter in den Stauhaltungen an der Donau, geschaffen.


2. Ökologische Flutungen
Westlich der Staustufe Bergheim wurde ein bestehendes Streichwehr im Stauhaltungsdamm so umgebaut, dass bereits bei kleineren Hochwassern über 100 ha Auwald geflutet werden können. Über dieses Ausleitungsbauwerk können ab einer Wassermenge von 600 m3/s in der Donau bis zu 25 m3/s in die Aue abgeschlagen werden. Diese fließen zuerst im Längenmühlbach ab und werden mit Hilfe eines Drosselbauwerks in den Auwald geleitet. Über insgesamt drei Stellen fließt das Wasser schließlich wieder in die Donau zurück. Durch diese ökologischen Flutungen wird eine naturnahe Dynamik im Bereich des Umgehungsgewässers erzeugt. Da im gefluteten Bereich auch die forstliche Nutzung eingestellt wurde, kann sich wieder ein natürlicher Auwald mit der typischen Pflanzen- und Tierwelt entwickeln.

3. Niedrigwassermanagement  
Im Bereich der aufgestauten Donau oberhalb der Staustufe Ingolstadt steht das Grundwasser hoch an. Um die ursprünglich vorhandenen natürlichen Grundwasserschwankungen nachzubilden, sollte hier in Trockenzeiten der Grundwasserspiegel abgesenkt werden. Dazu wurde der Zeller Kanal im östlichen Bereich über ein neues ca. 1,5 Kilometer langes Verbindungsgewässer, das in einem bereits existierenden Grabensystem verlaufen soll, an den bestehenden rechten Entwässerungsgraben der Staustufe Ingolstadts angebunden. Zur Steuerung wurden mehrere Absperrbauwerke im Zeller Kanal und ein neues Sielbauwerk im Stauhaltungsdamm errichtet. 

  
Weiterführende Links:

Arbeitsgemeinschaft Donauauwald Neuburg Ingolstadt

Auenzentrum Neuburg Ingolstadt

Broschüre des Wasserwasserwirtschaftsamtes zur Dynamisierung der Donauauen

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DANUBEPARKS

 

Netzwerk der Donau Schutzgebiete

Die Natur der Donau braucht heute eine gemeinsame Stimme in Europa. Das Netzwerk der Donau-Schutzgebiete will diese Stimme sein. Es baut auf bestehende Kooperation auf und schafft neue Rahmenbedingungen für eine kontinuierliche und intensive Zusammenarbeit zwischen den großen Naturschutzgebieten an der Donau und ihrer wichtigsten Nebenflüsse. Die donauweite Zusammenarbeit stärkt jedes einzelne Schutzgebiet bei der Erfüllung seiner Aufgaben.

DANUBEPARKS ist die gemeinsame Plattform:

  • Zur Förderung des Erfahrungsaustausches und Wissenstransfers zwischen den Donau Schutzgebieten
  • Zur Entwicklung und Erarbeitung gemeinsamer transnationaler Strategien und Konzepte und
  • Zur Umsetzung grenzübergreifender und transnationaler Revitalisierungs- und Schutzprojekte

Weiterführende Informationen unter www.danubeparks.org.

 

 

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DANUBEparksCONNECTED

Auftaktveranstaltung zu DANUBEparksCONNECTEDDANUBEparksCONNECTED stellt die Schutzgebiete (Nationalparks, Naturparks, Biosphärenreservate) in den Mittelpunkt bei der Bemühung, einen transnationalen ökologischen Verbund entlang der Donau aufzubauen und zu stärken. Gemeinsam mit Partnern aus allen Donauländern und verschiedensten Sektoren (z.B. Energiesektor, Schifffahrt, Forstverwaltungen) setzt DANUBEparksCONNECTED konkrete Maßnahmen im Wasser (Schutz der letzten „wilden“ Donauinseln), an Land (Verbund der Trockenlebensräumen, Korridor Auwald) und in der Luft (Vermeidung der Vogelkollisionen an donauquerenden Hochspannungsleitungen).

Die Donau verbindet mehr bio-geografische Regionen als jeder andere Lebensraumkorridor in Europa, daher ist ein transnationaler Ansatz zur Sicherung der Lebensraumkonnektivität besonders wichtig. Im Rahmen von DANUBEparksCONNECTED arbeiten Partner aus 11 Donauländern unterschiedlichster Ebenen (Ministerien, Behörden, Städte und Gemeinden, Schutzgebietsverwaltungen, Nichtregierungsorganisationen) zusammen, um die Donau als Lebensraumkorridor zu sichern.

Das Projekt DANUBEparksCONNECTED läuft von 1.1.2017 bis 30.6.2019 und wird von der Europäischen Union durch das Danube Transnational Programme gefördert.

Mehr Informationen zu DANUBEparksCONNECTED finden Sie >> hier.

 

 

 

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Projekt 'Stadt an der Donau'

 

 

 

Kontakt:

Referat VIII
Gesundheit, Klimaschutz und Umwelt
Spitalstr. 3
85049 Ingolstadt
Telefon:
0841 305-2601

Fax:
0841 305-2609

Raum:
Zi.Nr. 12

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