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Koordinationsstelle frühe Kindheit (KoKi)

 

KoKi - Logo

 Koordinationsstelle frühe Kindheit (KoKi)…
                        … für einen guten Start ins Kinderleben!


Kinder sind wunderbar, aber für Eltern manchmal ganz schön anstrengend. Gerade junge Familien oder Alleinerziehende, deren soziale und ökonomische Lebensverhältnisse durch hohe Benachteiligungen und Belastungsfaktoren gekennzeichnet sind, bedürfen frühzeitig professioneller Unterstützung.

 

Effekte Früher Hilfen - Wissenschaftliche Erkenntnisse

KoKi orientiert sich hinsichtlich ihres Vorgehens an den Grundpfeilern des erfolgreich abgeschlossenen Modellprojektes „Guter Start ins Kinderleben“, welches von Prof. Dr. Jörg Fegert und PD Dr. Ute Ziegenhain 2006 bis 2009 länderübergreifend durchgeführt und an der Universität Ulm ausgewertet wurde.
Sowohl die Intensivierung eines förderlichen Netzwerks, d.h. die Kooperation und Verzahnung zwischen Jugend- und Gesundheitshilfe, als auch das Arrangieren präventiver, niedrigschwelliger Hilfen soll wissenschaftlichen Forschungsergebnissen zufolge dazu beitragen, Gefährdungsmomente bei (potentiell) belasteten Familien frühzeitig wahrzunehmen, anzugehen bzw. abzuwenden. Die Realisierung beider konzeptionellen Bausteine (familienzentrierte Arbeit und Netzwerkarbeit) dient als gute Basis für ein gesundes Aufwachsen von Kindern.
Das StMAS setzt an diesen Erkenntnissen an und macht sich im Zusammenwirken mit dem Bayerischen Landesjugendamtes für die Etablierung eines staatlichen Förderprogramms stark.

 

KoKi – Funktion und Zielgruppe

Die Koordinationsstelle frühe Kindheit (KoKi) stellt eine niederschwellige und konsistente Anlaufstelle dar, die informations-, rat- und hilfesuchenden Schwangeren und Eltern von 0- bis ca. 3Jährigen mit einem offenen Ohr und ausgesprochener Fachlichkeit begegnet.

KoKi-Fachkräfte sind demnach Ansprechpartner bei … 

  •  Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt
  •  Unsicherheit bei der Versorgung und Betreuung des Kindes
  •  Überforderung und Erschöpfung in Alltagssituationen
  •  fehlender Unterstützung durch (Ex-)Partner, Großeltern, Freunde …
  •  Beziehungsproblemen
  •  Krankheit oder psychischer Belastung von Mutter oder Kind
  •  Geldsorgen usw.

Neben den (werdenden) Eltern können sich jederzeit auch Fachkräfte des medizinischen und pädagogischen Sektors zielgruppenspezifische Informationen bei KoKi einholen.


Leistungsspektrum und Ziele der KoKi

Die Koordinationsstelle frühe Kindheit (KoKi) informiert im Rahmen ihrer kostenfreien Beratung über das regionale Angebot früher Hilfen für Eltern und Kind. Kompetente Antworten auf Fragen erhalten Hilfesuchende sowohl in den Räumen der KoKi als auch auf Wunsch im eigenen Zuhause oder in einer anderen Umgebung (wie z.B. Praxis, Beratungsstelle, Kindertagesstätte).

Mit Blick auf die individuellen Schwierigkeiten und Belange Ingolstädter BürgerInnen erarbeiten die KoKi-Mitarbeiterinnen gemeinsam mit den Ratsuchenden sinnvolle Lösungen und sorgen sich um die frühzeitige Einleitung passgenauer Hilfen.
Im Interesse der Koordinationsstelle frühe Kindheit liegt es zudem, Schwangere und (werdende) Eltern bei der Kontaktaufnahme mit anderen Fachstellen, Einrichtungen, Praxen und Behörden zu unterstützen.

KoKi zielt durch die Anbindung an professionelle Fachdienste insbesondere darauf ab,

  • (fallbezogene) Hilfen / familienunterstützende Maßnahmen unterhalb der Eingriffsschwelle zu organisieren,
  • hierbei die Stärkung des elterlichen Beziehungs- und Erziehungsverhaltens (Aufbau einer verlässlichen Mutter-Kind-Bindung) zu forcieren,
  • Eltern kindgerechte Gestaltungsmöglichkeiten elementarer Grundversorgung erfahrbar zu machen sowie
  • diese zu sozialen Lebenszusammenhängen außerhalb des Familiensystems heranzuführen (z.B. Anbindung an soziale Städte, Mobilisierung von Nachbarschaftshilfen usw.).
  • Eltern Lern- und Erfahrungsräume zuteil werden zu lassen, die gezielt zur Anregung motorischer, sprachlicher kognitiver wie auch psychosozialer Entwicklung ihres Kindes beitragen.

 

Multiprofessionelle Zusammenarbeit
Netzwerkpartner der KoKi

Rat- und hilfesuchende Schwangere und Eltern dürfen bei der Bewältigung ihrer (Erziehungs-)aufgaben keinesfalls allein gelassen werden. Sie sind bei der Verbesserung ihrer Rahmenbedingungen auf fachliche Begleitung, d.h. ein multidisziplinäres Helfersystem angewiesen, das in einem Netzwerk kontinuierlich agiert.
Die Koordinationsstelle frühe Kindheit sieht keine fortdauernde Betreuung sondern vielmehr ein Übergangsmanagement vor, bei dem versucht wird, KlientInnen zeitnah und längerfristig an andere Fachstellen, Praxen oder (Selbsthilfe-)Gruppen etc. anzubinden.

Erste Ansprechpartner und damit wichtigste Kooperationspartner beim Ausbau früher Hilfen sind vor allem… 

  • Experten aus dem Gesundheitswesen
    (Schwangeren-)Beratungsstellen, niedergelassene GynäkologInnen und Hebammen, Geburtskliniken, Kinderärzte, Frühförderung, Fachleute aus der Kinderpsychiatrie und –psychotherapie
  • Professionelle aus der Kinder- und Jugendhilfe
    Amt für Kinder, Jugend und Familie, Kindertagesbetreuungs- und Familienbildungsstätten, Tagesmütter, Spiel- und Lerngruppen

    Motorikspiel

  • Fachkräfte der wirtschaftlichen und rechtlichen Hilfen
    Jobcenter, Arbeitsamt, Familien- und Elterngeldkasse etc. 

 

 

Zielsetzungen im Rahmen der Netzwerkarbeit

  • Koordination und Intensivierung bereits bestehender förderlicher Netzwerke im Sozialraum
  • Vermeidung erheblicher Informations- und Reibungsverluste durch die Herstellung stabiler Kooperationsstrukturen zwischen den Systemen der Jugend- und Gesundheitshilfe
  • Sensibilisierung der Bevölkerung (Förderung einer „neuen Kultur des Hinsehens“) sowie das bürgerliche Engagement, um nachhaltig zur Reduktion von Belastungssituationen und letztlich auch zur Stärkung der Elternrolle beizutragen

 

Flyer zum Herunterladen



Kontakt: 

51/3 Amt für Jugend und Familie
Koordinierungsstelle frühe Kindheit
Rathausplatz 4
85049 Ingolstadt
Telefon:
0841 305-45815

Fax:
0841 305-1169

E-Mail:

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