Bürgerarbeit Ingolstadt - Sprungbrett in den Arbeitsmarkt
Im Juli 2010 startete das Jobcenter Ingolstadt mit dem Modellprojekt „Bürgerarbeit“. Ziel ist es viele Arbeitslose aus dem Arbeitslosengeld 2 in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu integrieren. Ausgesuchte Teilnehmer, die innerhalb von sechs Monaten nicht integriert werden können, erhalten die Möglichkeit sich an einem gemeinnützigen Arbeitsplatz weiter zu entwickeln und zu qualifizieren.
Konzept der Bürgerarbeit
Aktivierung – Vermittlung und Qualifizierung
Die Grundidee der Bürgerarbeit besteht in der konsequenten Aktivierung der Arbeitslosen. Hierbei werden in einer ersten Stufe Teilnehmer für die Bürgerarbeit unter den Arbeitslosen von den Arbeitsvermittlern des Jobcenters ausgewählt und zu einem Gespräch eingeladen. Ziel des Gespräches ist die Feststellung der aktuellen Bedarfe und Ressourcen des Projektteilnehmers. Ist seine Nähe zum Arbeitsmarkt erkannt, können weitere Schritte in Richtung Integration unternommen werden, wie z.B. sofortige passende Stellenangebote, assistierte Vermittlung, vermehrte Initiativbewerbungen.
Sofern ein Bedarf für eine Erweiterung der Kenntnisse und Fertigkeiten deutlich wird, kommen geeignete Maßnahmen und Instrumente zum Einsatz. Im Bürgerarbeitsprojekt hat das Jobcenter Ingolstadt seinen Schwerpunkt auf Praktika in Unternehmen gelegt. Direkt an einem Arbeitsplatz können sich die Teilnehmer schnell auf praktischem Wege gute Kenntnisse aneignen sowie ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Das Jobcenter setzt dabei auf die Unterstützung möglichst vieler Unternehmen aus Ingolstadt und der Region. Bereits jetzt unterstützen uns:
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Beschäftigung
Erst wenn nach einer sechsmonatigen Aktivierungsphase die Integration in den ersten Arbeitsmarkt noch nicht erfolgreich war beginnt die Beschäftigungsphase. Entsprechend ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten erhalten ausgesuchte Teilnehmer einen der sogenannten „Bürgerarbeitsplätze“. Diese Arbeitsplätze sind auf maximal drei Jahre befristet, sozialversicherungspflichtig, gemeinnützig und dürfen keine regulären Arbeitsstellen verdrängen. Der Grundgedanke dabei ist, lieber Arbeit statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren. Dabei können die Teilnehmer selbst wieder neue Perspektiven aufbauen, sich motivieren, stärken und nicht zuletzt für unterschiedliche Tätigkeiten qualifizieren. Während der Beschäftigung an diesen Arbeitsplätzen werden die Teilnehmer und ihre Fortschritte von einem Coach des Jobcenters begleitet – denn das Ziel des Projektes, die Integration in den ersten Arbeitsmarkt wird weiter verfolgt.
Hauptzielgruppen im Projekt
Das Jobcenter Ingolstadt hat ganz bestimmte Personengruppen für das Projekt ausgesucht. Dabei wurde berücksichtigt, welche Personengruppen vermehrt Unterstützung für eine erfolgreiche Vermittlung benötigen bzw. bei welchen Personengruppen durch konsequentes Fordern und Fördern eine wesentliche Verbesserung der Integrationen zu erwarten ist. Die Altersgruppe wurde auf 18-49 Jährige beschränkt. Für über 50Jährige bieten wir besondere Fördermöglichkeiten über die „Perspektive 50plus - Beschäftigungspakt für Ältere in den Regionen“.
Frauen: in Ingolstadt sind Frauen bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung deutlich unterrepräsentiert und seit Jahren über dem Durchschnitt von Arbeitslosigkeit betroffen.
Alleinstehende: unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen ist durch die Umsetzung des Konzeptes Bürgerarbeit in dieser Zielgruppe der größte anteilsmäßige Abbau der Arbeitslosigkeit im SGB II zu erwarten.
Migranten: durch vermehrte Qualifizierung in der 6-monatigen Aktivierungsphase wird bei dieser Zielgruppe eine überdurchschnittliche Verbesserung der Integrationsmöglichkeiten erwartet.
Junge Erwachsene: gelingt ein möglichst früher Eintritt in das Arbeitsleben, sei es in Ausbildung oder Arbeit, sind der berufliche Erfolg und die Nachhaltigkeit am höchsten.
Ihre Ansprechpartner für die Bürgerarbeit:
Georgia Schlothauer, Tel. 0841/305-45290
georgia.schlothauer@ingolstadt.de
Gordana Bjelic, Tel. 0841/305-45291
gordana.bjelic@ingolstadt.de
Monika Saller, Tel. 0841/305-45292
monika.saller@ingolstadt.de
Weitere Informationen:


